„I have a dream…“

„I have a dream…
…that one day on the red hills of Georgia, the sons of former slaves and the sons of former slave owners will be able to sit down together at the table of brotherhood.“
(Martin Luther King)

Es ist das Jahr 2017 und in Erfurt dreht sich vieles um die Ikone Martin Luther. 500 Jahre Reformation und jeder schreibt einen Impuls über irgendeinen Satz von ihm. Komisch, warum denke ich zurzeit immer wieder an diesen amerikanischen Martin Luther?

Martin Luther King lebte 1929 bis 1968 und war Pastor einer Baptistengemeinde. Das heißt er hat an das Erbe seines namentlichen Vorgängers angeknüpft: Er hat die aktuellen Probleme seiner Zeit angeprangert und eine Revolution ins Rollen gebracht. King hat sich für Frieden eingesetzt und sein Kampfwerkzeug war das gesprochene Wort. Den individualistischen Claim des alten Martins („Hier stehe ich und kann nicht anders!“) hat er übersetzt für die amerikanische Gesellschaft des 20. Jahrhundert: „I have a dream!“ (Obamas „Yes we can“ oder Merkels „Wir schaffen das!“ können sehr wohl als die Antworten des 21. Jahrhunderts gelten. Doch vielleicht brauchen wir erstmal wieder jemanden, der eine Vision aufzeigt im Sinne von „I have a dream“).

500 Jahre nach (dem alten) Martin Luther leben wir in einer politisch polarisierenden Zeit. Ich fühle mich wie in den 60er Jahren in den USA. Die Blauen in Erfurt brüllen ihre Hasstiraden auf den Straßen. Doch eine Sache ist anders. Meine Generation wird zugeballert von Facebook, Google, Marvel, Disney, Apple und Samsung und ignoriert gekonnt. Ist es zu spät für „I have a dream!“? Wir hören im Autoradio Bakermats „I have a dream“ und denken es ist ein cooler Backgroundsound für unsere Hippsteratmo, Yeah.

In Buch Hesekiel in der Bibel im Kapitel 36 Vers 26 steht:

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Eine Revolution in unserem Jahrhundert fängt in unserem Herzen an. Wenn wir eine globale Veränderung uns wünschen, startet es mit uns. Wir sollten einerseits träumen und neu den Satz entdecken „I have a dream“ und andererseits die ersten kleinen Schritte in diese Richtung gehen. Gottes Geist kann unser Herz verändern, zu einem Motor für Frieden und Gerechtigkeit. Doch wie geht das? Wie erfüllt sich unser Herz mit dem Geist von Gott? Paulus schreibt in dem Brief an die Galater in Kapitel 3 Vers 14:

„Durch Jesus Christus bekommen jetzt also Menschen aus allen Völkern Anteil an dem Segen, den Gott Abraham zugesagt hatte; aufgrund des Glaubens erhalten wir den Geist, den Gott versprochen hat.“

Lasst uns den Traum teilen einer Revolution in Deutschland voller in-spirierter Herzen, geprägt von dem Mann der vor 2000 Jahren ans Kreuz ging und durch die Auferstehung die Revolution des Friedens einleitete: „I have a dream!“

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